Heinrich Heine
Heinrich Heine wurde am 13.12.1797 in Düsseldorf als Sohn eines jüdischen Tuchhändlers geboren. Er wuchs in einem aufgeklärten, assimilierten Elternhaus auf. Auf Wunsch seiner Eltern und seines Onkels Salomon Heine sollte er einen kaufmännischen Beruf ergeifen. Für die Familie von entscheidender Bedeutung war die Gleichstellung der Juden auf Gund des Code Civil. Ein erstes prägendes Erlebnis für den 13-Jährigen war der Einzug Napoleons in Düsseldorf 1811. Düsseldorf gehörte damals zu Frankreich und so konnte er später die französische Staatsbürgerschaft beantragen. Seine kaufmännischen Versuche bei seinem Onkel und mit einem eigenen Tuchgeschäft waren nicht sehr erfolgreich. In der Folge sollte er Jura studieren, bevorzugte jedoch Vorlesungen in Literatur und Philosophie. Zunächst in Göttingen, danach bis 1823 in Berlin, wo auch die ersten Werke veröffentlicht wurden. Dennoch konnte er 1825 sein Jurastudium abschließen. Im selben Jahr entschloss er sich Protestant zu werden, um seine gesellschaftliche Akzeptanz als Jurist zu erreichen. Ein erbitterter und in der Öffentlichkeit ausgetragener Streit mit dem bekannten Dichter Graf von Platen verunmöglichte dies jedoch, so daß er schließlich als freier Schriftsteller und Essayist arbeitete.Heinrich Heine in Frankreich
Als Anhänger Napoleons und der aufkommenden sozialistischen Ideen wurde für ihn das Leben in Deutschland immer schwieriger, so daß er 1831 nach Paris zog. Seine Werke wurden in Deutschland verboten, er konnte aber als Pariser Korrespondent der Augsburger Allgemeinen Zeitung arbeiten und hatte zunehmend Erfolge, auch finanzieller Art, mit seinen Veröffentlichungen. 1841 Heirat mit Augustine Crescence Mirat (Mathilde). Seine Freundschaft mit Marx und Engels und seine Unterstützung des Sozialismus, hinderten ihn nicht, diesem auch kritisch gegenüber zu stehen. 1848 erlitt er einen Zusammenbruch auf den 8 Jahre schwere Krankheit folgten, die ihn ans Bett fesselte. Er starb am 17.02.1856.
